Frankfurt Hash House Harriers – ungewöhnlicher Laufclub in Frankfurt

Frankfurt Hash House Harriers
– Ungewöhnlicher Laufclub in Frankfurt –

Die Hash House Harriers (abgekürzt auch HHH, H3, bzw. Hashing genannt) sind eine internationale Vereinigung nicht kompetitiver Lauf-, Sozial- und Trink-Clubs. Ein einzelner, von einem solchen Club organisierter Event wird als Hash oder Hash Run bezeichnet. Rad-Rallyes werden als Bashes bezeichnet. Die Teilnehmer einer solchen Veranstaltung bezeichnen sich als Hasher oder Harriet. Die von der Gruppe durchgeführten Läufe lehnen an die Spiele Schnitzeljagd und „Hare and Hound“ an.

Die Hash House Harriers sind dezentral organisiert, wobei jede Gruppe (auch „Kennel“ genannt) individuell geführt wird. Es gibt keine verbindende, hierarchische Struktur zwischen den einzelnen Gruppierungen. Dennoch werden die Veranstaltungsorte nationaler und internationaler Treffen durch eine Gruppe von Repräsentanten der einzelnen Vereinigungen festgelegt. Die Organisation einer Gruppe nennt sich MisManagement und besteht aus Teilnehmern der Gruppe, die bestimmte Aufgaben und Titel übernehmen. Inzwischen gibt es ein weltumspannendes Netz von über 1700 Gruppen, die über alle sieben Kontinente verteilt sind. In den meisten größeren Städten dieser Welt gibt es zumindest eine dieser Gruppen. Diese bestehen dann zumeist aus 20 – 100 Mitgliedern, mit männlichen und weiblichen Teilnehmern. Einige Veranstaltungen in Großstädten ziehen über 1000 Hasher an.

Das Hashing entstand ursprünglich im Dezember 1938 in Kuala Lumpur in Malaysia als eine Gruppe von britischen Kolonialoffizieren und Auswanderern sich Montag abends zu Läufen verabredeten. Diese waren an die traditionell britischen Spiele Schnitzeljagd oder „Hare and Hounds“ angelehnt, um sich von dem am Wochenende angesammelten „Übermaß an Speis und Trank“ zu befreien. Die Gründungsmitglieder waren Albert Stephen (A.S.) Ignatius „G“ Gispert, Cecil Lee, Frederick „Horse“ Thomson, Ronald „Torch“ Bennett und John Woodrow. A. S. Gispert wird als Vater des Hashings bezeichnet.

Nach einigen Monaten wurden sie vom Registrar darauf aufmerksam gemacht, dass sie als Gruppe sowohl eine Satzung als auch einen offiziellen Namen benötigten. A. S. Gispert schlug den Namen „Hash House Harriers“, in Anlehnung an den Anbau des Selangor Club, wo die Männer untergebracht waren, vor. Dieses war als „Hash House“ (zu deutsch „Hack Haus“) für sein notorisch monotones Essen bekannt. Neben dem Reiz des Spiels, den Fährtenleger einzufangen und die Fährte zu finden, war es stets auch ein fester Bestandteil sich nach Beendigung des Laufs mit Bier, Ingwerlimonade und Zigaretten für die Mühen zu belohnen.

Die Satzung der Hash House Harriers gemäß der Club-Registrierungskarte von 1950 lautete:

Förderung der physischen Fitness der Mitglieder
Erholung von den Nachwehen des Alkoholkonsums des vergangenen Wochenendes
Während des Laufs einen guten Durst zu generieren und diesen anschließend mit Bier zu stillen.
Die älteren Mitglieder davon zu überzeugen, dass sie nicht so alt sind, wie sie sich fühlen.

Die Hashing-Bewegung verschwand zunächst während des Zweiten Weltkriegs, wurde jedoch nach dem Krieg von den Mitgliedern der Gruppe wiederbelebt. A. S. Gispert war hier nicht mehr dabei, er wurde am 11. Februar 1942 in einem Gefecht in Singapur getötet.

Bis auf eine Gruppe, die sich an der italienischen Riviera um Gus McKey formierte, war die Verbreitung des Hashes zunächst sehr begrenzt. 1962 gründete Ian Cumming eine Gruppe in Singapur. Die Idee verbreitete sich zunächst im Fernen Osten, Europa und Australien, später auch in Neuseeland und Nord-Amerika, mit einer Hochphase in den 1970er Jahren. Zurzeit gibt es an die 2000 Gruppierungen in allen Teilen der Welt. Deren Mitglieder verbreiten Informationen auf Internet-Seiten und Web-Portalen, in Newslettern und Zeitschriften. Seit 2003 gibt es selbst in der Antarktis zwei Gruppierungen von Hashern.

Zusätzlich zu den regulären Hashes kann eine Gruppe andere Veranstaltungen und Themen-Läufe organisieren. Dies können beispielsweise Hashes in Vollmondnächten sein: Frankfurt Full Moon Hash, Stuttgart Full Moon Hash oder München Full Moon Hash. Des Weiteren finden Hashes zu den großen Bier-Festen statt: Oktober Fest Hash und der Stuttgarter Fest Hash zum Cannstatter Wasen.

Ein weit verbreiteter „Special Event“ ist der Red Dress Run, der jährlich von den verschiedenen Gruppen veranstaltet wird. Nach den Überlieferungen des Hashes erschien eine Newcomerin nach einer Einladung zu einem Hash in San Diego in einem roten Kleid, da ihr nicht bewusst war, dass es sich um eine Laufgruppe handelt. Nachdem sie für ihre Erscheinung einiges an Spott einstecken musste, entschied sie sich dennoch dafür, den Lauf in diesem Outfit zu absolvieren. Andere Hasher begannen darauf hin aus Jux ebenfalls rote Kleider zu den Läufen zu tragen, und bald etablierte sich eine Tradition in Form eines jährlich stattfindenden Laufs sowohl weiblicher als auch männlicher Teilnehmer in roten Kleidern. Diese Tradition wird inzwischen weltweit von den Clubs geachtet, und ist in der Regel die größte Veranstaltung, die eine Gruppe im Jahr ausrichtet. Teilnehmerzahlen reichen von über 2000 Läufern in San Diego und 600 in Washington, D.C. Der größte „Red Dress Run“ findet momentan in New Orleans mit etwa 5000 Teilnehmern statt.

Die meisten Gruppen nummerieren ihre gelaufenen Hashes durch und organisieren bei besonderen Nummern auch besondere Läufe, so zum Beispiel bei den Läufen Nr. 100, 200, 777, 1000 etc.

Mehr auf Wikipedia…

Die Frankfurt Hash House Harriers laufen in der Regel 1x wöchentlich, traditionell montags abends um 19:00 Uhr in Frankfurt und dem Rhein-Main-Gebiet.
Jede Woche findet der Lauf „Hash“ in einer anderen Laufgegend statt. Dies ist auch eine schöne Gelegenheit ungewöhnliche oder besondere Gebiete kennenzulernen.
Wie bei allen Hash Clubs ist auch in Frankfurt die Umgangssprache English und die Hashgruppe setzt sich bunt gemischt von Alter, Geschlecht und Nationalität zusammen. Eine Gemeinsamkeit haben aber alle, sie nehmen sich alle nicht zu ernst, haben viel Humor, Spaß an lustigen Geländeläufen oder Walks und trinken gerne nach dem Lauf ein kühles Bierchen.

Den Frankfurt Hash kann man über ihre Website erreichen oder über Facebook.

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