Das Dirndl: Irrtümer, Mythen und Legenden – stimmt es, dass …?

Das Dirndl: Irrtümer, Mythen und Legenden – stimmt es, dass …?
Dirndl und Trachtenmode scheinen aktueller zu sein als je zuvor. Doch zahlreiche Mythen, Legenden und scheinbare Wahrheiten über das Dirndl basieren schlichtweg auf Irrtümer.

Nicht nur beim Oktoberfest sieht man, wohin man auch schaut, Dirndl, mal opulent und lang, mal kurz geschnitten, teils schlicht, teils verspielt, mit dezentem oder auch atemberaubendem Ausschnitt. Längst haben Dirndl nahezu sämtliche Bereiche des täglichen Lebens erobert und auch Regionen, in denen das Dirndl lange Zeit kein Thema war und nur als volkstümliche Eigenheit belächelt wurde, sind vom allgemeinen Trachtenfieber angesteckt. Doch neben der Begeisterung für dieses an Tradition erinnernde Kleidungsstück ranken sich auch zahlreiche Mythen und Legenden ums Dirndl, die häufig gar nicht stimmen und nur auf Irrtümern beruhen oder sich als »falsche Wahrheiten« fest etabliert haben. 9 dieser Irrtümer, Mythen und Legenden rund ums Dirndl sollen hier genannt und richtig gestellt werden. Seien Sie ehrlich, testen Sie sich selbst und vergleichen Sie sich mit anderen Lesern, ob Sie es wussten, dass …

1. Stimmt es, dass ein Dirndl die bayerische Tracht ist?
Wohl die allermeisten Menschen sehen im Dirndl ebenso wie in der Lederhose eine bayerische Tracht, und in all den Werbeprospekten und Onlineshops, in Schaufenstern der Modehäuser und vielen Berichten wird dies auch so dargestellt, ohne darüber nachzudenken, ob dies tatsächlich so ist.

Stimmt aber nicht!
Auch wenn es den Bayern nicht gefällt
!

Das historische Festtagsgewand im Sinne einer Tracht hat zwar durchaus Ähnlichkeiten mit einem Dirndl, insbesondere die schmal geschnittene Taille, sowie der leicht ausladende Rock erinnern daran, doch bestand dieses aus mehreren Teilen, die aus teuren Materialien hergestellt waren. Daher wurden diese Kleider in der Regel auch nur an Festtagen und bei größeren Feierlichkeiten sowie an kirchlichen Feiertagen getragen. Mit dem Dirndl wurde lediglich der Stil der eigentlichen Tracht ein stückweit übernommen und ein eigenes Kleidungsstück oder Mode entwickelt, das sich ein wenig an den Unterkleidern der einfachen Mägde anlehnte.

Von Efes
Mehr auf Wikipedia uvm

Hessische Trachtenmode und Dirndl wurden von Frankfurt Trachtenmode wiederentdeckt
Hessische Bembel Design Dirndl und Trachten gibt es jetzt bei Bembeltown Design and more… In Frankfurt

http://www.Bembeltown.de
http://www.Facebook.com/Bembeltown
Dirndl- und Trachtenmode aus Frankfurt

3. Stimmt es, dass das Dirndl typisch bayerisch ist?
NEIN – Ebenso wie die Annahme, ein Dirndl wäre die Kleidung der Landbevölkerung gewesen, gehört es zu den Irrtümern, dass dieses Kleidungsstück nur die Kleidung der bayerischen Damen gewesen wäre. Es ist zwar richtig, dass mit einem Dirndl die alpenländische Region assoziiert wird, doch war auch schon Anfang des 20. Jahrhunderts die Reiselust durchaus vorhanden und so zog es ebenso Urlauber aus nördlicheren Gefilden Deutschlands im Sommer nach Bayern. In gewisser Weise stellte das Dirndl für die preußische Urlauberin die Ferienkleidung dar, mit der Sie sich in Süddeutschland Erholung suchte. Dort hat sich das Dirndl bei der Landbevölkerung ebenso schnell als Freizeit- und Festkleidung durchgesetzt. Der Ursprung des Dirndls ist also weniger im Süddeutschen oder alpinen Raum zu suchen, sondern vielmehr in Mitteldeutschland und Südhessen aber auch aus Regionen in Niedersachsen und Nord-Deutschland.

6. Stimmt es, dass das Dirndl fester Bestandteil des Oktoberfests ist?
NEIN – Schaut man heute in die überfüllten Festzelte auf dem Oktoberfest in München, könnte man schon den Eindruck bekommen, dass das Dirndl die traditionelle Kleidung dieses traditionellen Festes ist und fest dazugehört, wie die »Brezn« zum Bier. Doch bedenkt man, dass das Oktoberfest bereits mehr als 200 Jahre alt ist, das Dirndl hingegen erst vor gut 100 Jahren erfunden wurde, wird man zur Erkenntnis gelangen, dass das eindeutig ein Irrtum sein muss. Betrachtet man alte Fotos der 1950er und 1960er Jahre, wird man sogar feststellen, dass auf ihnen kaum ein Dirndl zu sehen ist. Das Schicksalsjahr für die Damenmode dürfte wohl das Jahr 1972 gewesen sein, das Jahr der Olympischen Spiele in München. Die Hostessen trugen damals ein kurzes schlicht geschnittenes, aus heutiger Sicht ausgesprochen züchtiges, Dirndl, das offenbar einen Dirndl-Boom auslöste. Kurz darauf erschienen in sämtlichen Frauenzeitschriften Berichte und Werbeanzeigen mit der neuen Mode.

Mehr dazu hier:
http://pagewizz.com/das-dirndl-irrtuemer-mythen-und-legenden-stimmt-es-dass/

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